Mittwoch, 29. Februar 2012

Der Tanz auf den Kufen 2: Von Eisprinzessinnen und Shows „On Ice“



Dass Eislaufen auch bei vier Füßen gar nicht so einfach ist, zeigt uns Bambi hier sehr eindrucksvoll…



Schaut man bei den Profis zu, möchte man fast nicht glauben, dass der Tanz auf den Kufen auch nur die geringste Kraft erfordert oder gar anstrengend sein könnte. Beim Beobachten der eleganten Figuren, kunstvollen Drehungen und verwegenen Sprünge steigt entweder der Neid als grüner Teufel in einem auf oder die Begeisterung ist dermaßen ansteckend, dass es einem kaum auf dem Sitz hält.
In beiden Fällen hilft nur eins: Rauf auf´s Eis und fleißig üben!
Ist der Lauf unter freiem Himmel auch wirklich herrlich, tanzt es sich leichter auf der ebenen Fläche der künstlichen Eisbahnen unter Dach. In fast jeder großen Stadt gibt es heutzutage einen solche Eishalle, die für Sport, Spiel und Spaß genutzt werden kann.
Doch auch wenn man beim Kurvendrehen während der Eisdisco einen gute Figur macht, an die kunstvolle Leichtigkeit der Profis ist schwer heranzukommen. Der Eiskunstlauf ist nicht umsonst sogar eine offizielle olympischen Disziplin. Der erste Wettkampf der Welt fand 1814 in Großbritannien statt und die bei Zuschauern besonders beliebte Sportart trat alsbald ihren Siegeszug in die Herzen der Fans an.
Die bekannteste Eisprinzessin auf deutschen Boden ist Katharina Witt. Sie holte in den Jahren 1984 und 1988 den olympischen Sieg nach Hause und wurde widerholt Siegerin bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften. Nach ihrer Karriere im Wettkampfsport zeigte sie ihr Können im Rahmen von Shows und Revues, unter anderem auch bei Holiday On Ice. 
Jedes Jahr bezaubern die Läufer der großen Ice-Artistik-Show ihr Publikum mit grandioser Musik, tollen Kostümen, perfektem Tanz und „Speed“


Sonntag, 26. Februar 2012

Schnee am Strand: Büsum und die Nordsee im Winterkleid.


Der Winter ist nicht unbedingt die richtige Zeit zum Schwimmen im offenen Meer? Dieser Meinung scheinen die Eisschwimmer von Büsum nicht zu sein. Am Neujahrstag stärken traditionell viele hartgesottene Badegäste bei Eiseskälte ihr Immunsystem und planschen munter drauf los.
Wer bei Frost und Schnee seine Freizeit lieber warm und trocken verbringt ist an der Nordsee trotzdem genau richtig. Und in Büsum eine Ferienwohnung zu finden, ist vor allem im Winter gar kein Problem. Der Urlaub am Meer hat nämlich auch im Winter seinen ganz besonderen Reiz. Märchenhaft schön ist zum Beispiel der Strand, wenn die ersten Flocken fallen. Eiskristalle wetteifern mit den an Land gespülten Muschelschalen um die schönste Formgebung und bei Flut tanzen glitzernde Eisschollen auf den Wellen. Bei Ebbe steht auch im Winter einer Wattwanderung nichts im Weg, nur sollte die Kleidung dem kühlen Seewind trotzen können. 



Warm eingepackt, sind auch andere Winteraktivitäten ein echter Spaß. Da die norddeutsche Tiefebene ja eher ein flacher Landstrich ist, wird bei den Friesen kurzerhand der Deich zur Rodelbahn ernannt. Eine echte Sturmflut erleben die Gäste der Ausstellung Blanker-Hans. Hier lernt man nicht nur die Kraft der Meere kennen, sondern trifft auch auf hartgesottene Piraten. Was haben die eigentlich im Winter so getrieben? Vielleicht Rum getrunken…?
Ist man nach einem langen Tag an der frischen Seeluft nun doch einmal durchgefroren, kennen die Norddeutschen erstklassige Rezepte zum Aufwärmen. Eine heiße Krabbensuppe schmeckt köstlich nach mee(h)r und ein echter Grog, Pharisäer oder Friesentee mit Freunden genossen, wärmt Herz und Magen im Nu.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Eisskulpturen: Die Faszination der kristallklaren Kunst


Wer auf einer Party als Gastgeber glänzen will, oder den winterlichen Garten auf besonders festliche Weise schmücken will, der ist mit einer Eisskulptur gut beraten.
In den Ländern die einen langen Winter kennen, ist die Praxis des Eisschnitzens schon lange gebräuchlich. Heutzutage  haben sich die glitzernden Skulpturen vor allem innerhalb des gehobenen Caterings etabliert und das Schnitzen am frostigen Block ist sogar zur Kunst- und Sportart avanciert.
Im Jahr 1950 begründeten japanische Studenten die Tradition neu und riefen das seitdem jährlich stattfindende Sapporo Snow Festival ins Leben.
Eine weitere  international bedeutende Veranstaltungen ist die Eisskulpturen-Weltmeisterschaft „The World Ice Art Championchip„ in Alaska.
Das Projekt „Ice World“, die Schwester der „Sand World“ Ausstellung wurde als einziges deutsches Eisskulpturen Festival jedoch erst einmal „eingefroren“. Doch finden auch hierzulande noch Shows  und Projekte statt. (Nächster Termin: http://www.karls.de/roevershagen-freizeit-erlebnis-erlebniskalender.html)

(Wikimedia Commons, Urheber: KathyKrentler)


Die Eiskunst wird dabei oft in einem Kühlhaus gefertigt und gezeigt. Bei der Herstellung ist das Rohmaterial von besonderer Wichtigkeit: Das Eis muss sauber und klar sein. Bei einem Wettbewerb entscheidet die Jury (oftmals bestehend aus Künstlern und Vertretern des NICA -National Ice Carving Association)
Über die Proportionen, Ästhetik und Kreativität des jeweiligen Werkes. Schade dass es sich bei den doch eigentlich gänzlich aus Wasser bestehen Figuren nur um temporäre Kunstwerke handelt. Doch für die Kürze ihrer Existenz werden sie dafür besonders wohlgeachtet und oftmals durch eine passende Beleuchtung in Szene gesetzt.
Wer sich selbst einen einfachen Blickfang gestalten will, beginnt vielleicht erst einmal mit dem Bau einer Eislaterne

Sonntag, 19. Februar 2012

An die Bäume im Winter


Gute Bäume, die ihr die starr entblätterten Arme
Reckt zum Himmel und fleht wieder den Frühling herab!
Ach, ihr müsst noch harren, ihr armen Söhne der Erde,
Manche stürmische Nacht, manchen erstarrenden Tag!

(Johann Gottfried von Herder)

Entblößt und kahl stehen sie da, die Bäume und Büsche in der  kalten Jahreszeit. Kein Grün, kein Blatt, kein Leben scheint mehr in den Gärten zu sein. Zwar ist das Weiß der Schneedecke ein himmlischer Trost, doch vermisst man beim winterlichen Spaziergang recht schnell die bunte Blütenpracht und das üppige Grün des Sommers.

Wer auch im Winter den Glanz und den Geruch einer lebendigen Pflanzenwelt nicht missen möchte, besucht am besten die Stätten des ewigen Sommers: Die Gärten unter Glas.

Botanische Gärten und Parks in Gewächshäusern haben eine lange Tradition. Schon Kaiser und Könige verwöhnten sich und ihr Volk mit winterlicher Blütenpracht.

(Wikimedia Commons, Urheber: Pismire)


Einen der schönsten „Glasgärten“ findet man zum Beispiel in Frankfurt am Main. Der Palmengarten 
ist seit seiner Gründung im Jahr 1871 das blumige Herz der Bankenmetropole. Inmitten der stahlharten und spiegelglatten Glasfassaden der Stadt blüht und grünt es hier im Freien und in den klimatisierten Hallen. Besondere Highlights sind neben der Außenanlage das Tropicarium und das Subantarktishaus.

Ebenfalls eine lange Tradition hat der botanische Garten der Philipps-Universität in Marburg. Seit fast 200 Jahren ist der „Alte Garten“ am Pilgrimstein ein Erholungspunkt für Marburgs Bürger. Der „Neue Garten“
wiederum birgt die gerade frisch bepflanzten Schaugewächshäuser. In den acht Glaswelten können die Besucher die Welt der Tropen erkunden. Staunend richtet sich der Blick hier auf riesige Seerosen und zugegeben manchmal etwas gierig auf die Früchte des Kakaobaums.
Doch nicht nur Hessens Universitäten haben einen grünen Daumen, auch in der Hauptstadt Berlin blüht und grünt es unter Glas, genauso wie in der Domstadt: Die Flora ist der berühmte botanische Garten von Köln. 
Wer sich von der ganzen Pracht hat inspirieren lassen, kümmert sich vielleicht jetzt gern auch im Winter um den eigenen Garten, denn schließlich gibt es einige Blumen, die auch im Winter den Kopf nicht hängen lassen…

Mittwoch, 15. Februar 2012

Hamburg: Meine Winter- Perle


Wer im Winter einen Familienurlaub inDeutschland plant, sollte sich überlegen, ob nicht eine Städtereise geeignet wäre. Hamburg zum Beispiel ist zu jeder Jahreszeit nicht nur eine von Deutschlands größten, sondern auch eine der interessantesten Metropolen.
Der erste Anziehungspunkt ist natürlich der Hafen. Groß und klein können hier gemeinsam über die riesigen Mengen an Fracht und Logistikaufwand staunen und mit einem Fischbrötchen in der Hand den großen Ozeanfrachtern hinterher schauen.
Ein Blick in die Vergangenheit ist in der Speicherstadt möglich. Der 1888 fertiggestellte Lagerhauskomplex ist zum Beispiel bei einer Bootstour durch die Hafenkanäle erkundbar. Heute werden hier jedoch nur noch wenige Güter gelagert. Das Areal bietet vielmehr einigen Freizeitattraktionen das passende Ambiente.  In den Kellern dieser ehrwürdigen Hallen liegen zum Beispiel die Hamburger „Dungeons“. Es handelt sich dabei um eine gruselige Themenwelt, in der die Gäste auf die Katastrophen und Gefahren der Hamburger Stadtgeschichte treffen. Vom Feuer verbrannt, von der Sturmflut gejagt und durch Folterkeller an den Galgen neben fürchterliche Piraten geführt sind die meisten Besucher trotzdem am Ende der Tour hellauf begeistert. Ruhiger, aber nicht minder spektakulär ist das „Miniaturwunderland“. Die phantastische und vor allem riesengroße Modelleisenbahnanlage befindet sich im Dachgeschoss der Speicherstadt und verzaubert ihre Gäste mit dem Wunder der winzigen Details. Besucher fühlen sich wie einst Gulliver auf seinen Reisen ins ferne Lilliput und erleben die Schönheit der ganzen Welt, vorgeführt im beweglichen Modell. 

(Wikimedia Commons, Urheber: Magnus Manske)


Für die Abendstunden gibt es ebenfalls ein reiches Programm. Wer feiern möchte, schaut sich auf dem berühmten Kiez um oder besorgt sich Karten für einen der in Hamburg aufgeführten Musicalshows. Am Wochenende lohnt jedoch das frühe Aufstehen: Der Fischmarkt öffnet gegen 5 Uhr morgens und ist auf jeden Fall einen Besuch wert…