Freitag, 27. Januar 2012

Die Winterzeit auf Sylt: Wenn Friesen Feste feiern


Die Winterzeit ist auch die Zeit des Jahreswechsels. Wer für die Silvesternacht nach einer besonderen Feier sucht, sollte seinen Blick gen Norden richten. Auf Sylt zum Beispiel, Deutschlands beliebter Ferieninsel, ist zur Winterzeit und „zwischen den Jahren“ mächtig was los. Neben den edlen Partys der Reichen und Schönen, hat das norddeutsche Eiland nämlich noch seine ganz eigenen Traditionen:
So wird zum Beispiel auf der fast baumlosen Insel zur Weihnachtszeit nicht der Weihnachtsbaum, sondern der Jöölboom aufgestellt. Nur wenig Grün schmückt das Holzgestell, doch neben einem Kranz aus Zweigen zieren ihn dafür Äpfel und Rosinen sowie aus Salzteig gefertigten Figuren. Als „Kenkentjüch“ vertreten sind Schwein, Kuh, Schaf, Pferd und Hahn, sowie  - passend zum Land im Meer - Fisch, Segelschiff und eine Mühle. Am Stamm des Bäumchens mahnen Adam und Eva samt Schlange an die Vertreibung aus dem Paradies. Neuerdings hat man auch den Brauch des Adventskranzes integriert und zündet zudem Kerzen an.

Auch an Silvester hat Sylt sein ganz eigenes Brauchtum, mitten drin und live dabei ist man beispielsweise mit einer Ferienwohnung in Wenningstedt. Beim Maskenlauf ziehen kleinere Gruppen von Erwachsenen und Kindern von Haus zu Haus und deklarieren mit Masken verkleidet derbe Lieder und Gedichte in friesischer oder teilweise auch in niederdeutscher Sprache vor. Die Kleinen werden mit Süßkram, die Großen auch gern mit einem Schnaps belohnt.  Einem Umzug gleich ist auch der „Altjahresumritt“, der bereits im 18. Jahrhundert durchgeführt wurde. Auch die Reiter freuen sich auf ihrem Weg über die eine oder andere Erfrischung. Natürlich gibt es auch große Silvesterpartys doch das dröhnende Raketenschießen und Böllern entfällt aufgrund der hohen Brandgefahr.
Die letzte winterliche Besonderheit ist das Biikebrennen. Gleich den auf dem Festland beliebten Osterfeuern, wird auf Sylt am 21. Februar ein großes  Feuer entzündet. Das traditionelle Volksfest am Vorabend des Petritags, beginnt mit einer Ansprache auf Sylter Friesisch. Auf das Kommando „Maaki di biiki ön“ wird die Biike entzündet und ist danach lodernder Mittelpunkt von feierlichen Aktivitäten wie Gesang oder Schauspiel.

Montag, 23. Januar 2012

Wärmt von Innen: Heiße Drinks für kalte Tage


Wer im Winter durchgefroren nach Hause kommt oder beim Ausflug in den Schnee der Kälte trotzen möchte, ist mit einem heißen Getränk immer gut bedient. Dabei kann man auf die leckeren Teesorten zurückgreifen, die der Teehändler des Vertrauens zur Auswahl hat, oder man mixt sich selbst einen winterlichen Drink.
Die folgenden Rezepte sind fruchtige Vitaminbomben für winterfeste Abwehrkräfte, zuckersüße gute Laune-Macher in dunklen Winternächten und die idealen Gastgeber-Tropfen für die Winterparty am heimischen Kamin.

 (Wikimedia Commons, Urheber: Wikimol)

Beruhigend nach einem frostigen Arbeitstag:
Safran-Honig-Milch
Dazu etwas Milch erhitzen, goldig-süßen Honig und fein gemahlenen Safran nach eigenem Geschmack unterrühren und mit Milchschaum garnieren. Et voila: Ein sanfter Schlummertrunk mit Schaumkrone.

Auch für die Kleinen ein echter Wintertraum:
Apfelpunsch
Dazu einen ½ Liter Früchtetee (Rote Früchte, Apfel oder Vanillearomen) mit einem „Schuss“ Apfelsaft erhitzen. Dünne Apfelscheiben, Stern-Anis und Zimt hinzugeben und mit Ahornsirup je nach Geschmack süßen. 10 Minuten bei kleiner Hitze ziehen lassen und heiß servieren.

Der frostige Frische-Kick: Früchtetees mit Minze
Dieses Teegetränk ist super schnell in der Zubereitung und gibt einem den nötigen Schwung in den Tag. Einfach etwas frischen Früchtetee brauen (Apfel oder Himbeere sind sehr zu empfehlen) und einen Zweig Minze dazugeben. Im Glas mit grünem Zweig serviert ist der frische, warme Drink auch noch ein echter Hingucker.

Stilechter Party-Punsch: Friesengrog
Für den klassischen „Eisbrecher“ eine Kanne Früchtetee Hagebutte-Hibiskus aufkochen und zu gleichen Teilen mit Rotbuschtee und Vanillearoma mischen. Dazu Aprikosen in feine Würfel schneiden und mit Rosinen, Cranberries, Kandis und Rum in einem Topf aufkochen. Mindestens 5Minuten ziehen lassen und noch heiß mit Löffel und Glas-Tasse servieren.



Mittwoch, 18. Januar 2012

Schneeengel und Co: Das Spiel mit der weißen Pracht


Scheemann bauen, Schneeballschlacht: endlich ist er da, der Winter!



Fällt die weiße Pracht vom Himmel, gibt es für Groß und Klein kein Halten mehr. Sobald die fluffigen Flocken tanzen und eine Schneedecke die Wiesen in glänzend helle Flächen verwandelt hat, stürmen die Winterfans die Parks und Hügel, um sich mit allerlei Spielen zu vergnügen.
Zuallererst eignet sich die kalte Masse ganz wunderbar zum Formen und Bauen. Ein Schneemann kann entweder ganz klassisch aus drei Kugeln und den Ärmchen zusammen gebaut werden (in diesem Fall sind jedoch keinesfalls Augen, Stock, Hut und Nase zu vergessen) oder aber ganz kreativ ganz neue Formen annehmen. Wie wäre es diese Jahr zum Beispiel mit einer Schneefrau? Oder dem geliebten Vierbeiner?
Oder sogar einem Engel: Schneeengel sind ein wunderbarer Spaß für die ganze Familie. Dabei sucht man sich eine möglichst unberührte Schneedecke, legt sich auf den Rücken und rudert mit Armen und Beinen um die Silhouette eines Himmelsboten in die weiße Pracht zu zaubern. Je nach Größe des Menschen variiert dabei natürlich auch die Engelsform. Nicht den größten aber dafür die meisten Schneeengel wurden laut Guinness-Buch der Rekorde in North Dakota gesichtet. Am 18. Februar 2007 wurden auf einer eigens präparierten Fläche nahe dem Städtchen Bismarck gleichzeitig genau 8.962 Schneeengel hergestellt. 
Wem die Engelsgestalt zu eintönig ist, versucht es vielleicht mal mit einem Schneeadler. Dafür dürfen die Arme jedoch nicht wie die Vogelschwingen auf und ab gehen, sondern müssen mit jeweils einigen Zentimetern Abstand präzise in den Schnee gedrückt werden.
Die Königsdisziplin der winterlichen Massenvergnügen ist jedoch das Schneeballwerfen. Um etwaigen Kritiken zuvorzukommen: „Es ist natürlich immer darauf zu achten, dass keinen Steine im Schnee stecken, der Ball nicht zu Eis gedrückt wird zu hart ins Gesicht geworfen wird auch nicht!“


Samstag, 14. Januar 2012

Tropical Islands: Eine Sommeroase, auch im Winter.


Wenn draußen der kalte Nordwind weht und sich die Schneewehen am Bordstein türmen. Wenn die Flocken so dicht fallen, das man die Hand vor Augen nicht sieht und im Garten sogar schon die Schneemänner frieren, dann sehnen sich manche nach den warmen Sonnenstunden des letzten Sommerurlaubs zurück.
Wer jetzt aber nicht gleich die Koffer packen und die halbe Erdkugel umrunden kann oder will, der sollte sich Sommer, Sonne, Strand und Meer in der Heimat suchen.
Doch wo findet man im tiefsten deutschen Winter ein sonnig-warmes Plätzchen? Die Antwort lautet: In Brandenburg!

Denn hier, etwa 35 Kilometer südlich der Stadtgrenze von Berlin liegt der Freizeitpark Tropical in der größten stützenfreien Halle der Welt, einer ehemaligen Werft für Luftschiffe, türmt sich nun zentnerweise Sand bei konstanten 26 °C. Um das Tropen-Feeling komplett zu machen liegt, etwas erhöht, inmitten der Halle ein exotischer Palmengarten. Im hinteren Teil der Halle befindet sich die „Südsee“, ein großes Wellenbecken, das die Schwimmer in den siebten Himmel schaukelt. Am „Strand“ gibt es mehrere Restaurants und Bars, sowie ein südostasiatisch anmutendes TropendorfIm vorderen Teil der Halle liegt die blaue „Lagune“, ein Planschparadies mit Fontänen, Strömungskanal, Whirlpool und zwei Rutschen. Zur Entspannung lädt zudem die große tropische Sauna-Landschaft ein. Weitere Unterhaltung bieten der 25 Meter hohe Wasserrutschenturm mit vier Rutschen, die Kinderspielwelt und die Mini-Golf-Anlage. Außerdem ergänzen regelmäßig aufgeführte Shows das bunte Bild des immer warmen Badeparadieses.
Begeistert? Dann nichts wie hin…
Tropical Islands ist nämlich rund um die Uhr und an jedem Tag im Jahr geöffnet.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Rätselstunde oder: Der Winterabend


Der Winterabend, das ist die Zeit
der Arbeit und der Fröhlichkeit.
Wenn die andern nähen, stricken und spinnen,
dann müssen wir Kinder auch was beginnen;
wir dürfen nicht müßig sitzen und ruhn,
wir haben auch unser Teil zu tun.
Wir müssen zu morgen uns vorbereiten
und vollenden unsere Schularbeiten.
Und sind wir fertig mit Lesen und Schreiben,
dann können wir unsere Kurzweil treiben...
Und ist der Abend auch noch so lang,
wir kürzen ihn mit Spiel und Gesang.
Und wer ein hübsches Rätsel kann,
der sagts, und wir fangen zu raten an.

Heinrich Hoffmann von Fallersleben, der Dichter der deutschen Nationalhymne, wurde Anfang des 18. Jahrhunderts geboren und beschreibt in seinem Gedicht einen typischen Winterabend seiner eigenen Kindheit. Im Wandel der Zeit haben sich die Beschäftigungen gewandelt, doch kann die Situation auch heute noch ähnlich aussehen:
 Die Familie versammelt sich im Wohnzimmer, die Eltern beispielsweise beim Bügeln und Zusammenlegen der Wäsche, die Kinder beim Erledigen der Schulaufgaben. Doch ist die Arbeit getan, wird meist die Glotze angeschmissen, obwohl das oft laue Programm kaum jemanden wirklich interessiert.
Viel angenehmer und gemeinschaftlicher wäre doch mal ein echter Rätselabend. Für die Vorbereitung braucht man nur einige mehr oder minder knifflige Fragen, Geschichten oder Ratespiele und schon kann der Wettkampf im Denksport beginnen. 


Schaurige Denkaufgaben liefern auch die Kartenspiele der so genannten Black Stories. 
Selbst Sherlock Holmes hätte angesichts folgender Frage sicher kurz die Stirn gerunzelt:
"Genüsslich biss sie in ihren Keks, kurze Zeit darauf war sie tot."
Was ist passiert?

Antwort:
„Eine alte Dame saß in ihrem Strandkorb nahe ihrer Ferienwohnung in St. Peter-Ording
und biss genüsslich in einen Butterkeks. Davon wurden die Möwen in Scharen angelockt und belagerten die Frau innerhalb weniger Minuten. Diese hatte panische Angst vor Vögeln und erlitt angesichts der bedrohlichen Situation einen Herzinfarkt.“