Donnerstag, 24. November 2011

Skihallen: Schnee das ganze Jahr hindurch


Als typischen Hallensport würde man Ski und Snowboard fahren sicher nicht bezeichnen. Doch in einer Welt in der es Klimaanlagen schaffen, dass man sich auch bei sonnigen 35°C im Schatten im frostigen Zug des Ventilators einen Schnupfen holt, ist auch das Skifahren überall und zu jeder Zeit möglich.
Die Rede ist natürlich von sogenannten Skihallen. Diese schlauchartigen Hallenkomplexe stehen meist dort, wo Wintersport in freier Natur kaum möglich ist. Denn fällt auch zum Beispiel in Neuss, Bottrop, Wittenburg, Bispingen und Senftenberg im Winter mit etwas Glück Schnee, fehlen dann aber doch die nötigen Berge um anständige Abfahrten zu wagen. 



Wer fürchtet sich in einer Halle „beengt“ und eingesperrt zu fühlen, der hat sie noch nicht erlebt. Die längste Indoor-Abfahrt der Welt misst mittlerweile stolze 640 Meter. Zugegeben, das ist noch kein Vergleich zum weiten Spielplatz der Berge, doch haben die Hallen den Vorteil der ganzjährigen Schneesicherheit und der Nähe. Denn während einen Fahrt in die Alpen aus bestimmten Regionen viele Kilometer und die Übernachtung im Skigebiet einiges an Geld verschlingt, ist die Anfahrt zu nächsten Halle relativ erschwinglich.
Dabei rauschen nicht nur Amateure die Pisten hinab, auch internationale Wettbewerbe werden mittlerweile in den Hallen ausgetragen.


Dienstag, 15. November 2011

Das Eishotel: Zu Gast bei der Schneekönigin.



"Wohin reiste die Schneekönigin? Wisst ihr etwas davon?"
"Sie reiste wahrscheinlich nach Lappland, denn dort ist immer Schnee und Eis! Frage das Rentier, welches am Strick angebunden steht…

Wer sich, wie die kleine Gerda aus Hans-Christians Andersens bekannten Märchen auf die Suche nach dem Schloss der Schneekönigin macht, wird sicher in Lappland fündig.
In der schwedischen Stadt Jukkasjärvi, circa 200 km nördlich des Polarkreises steht nämlich das älteste Eishotel der Welt.

Die Anlage ist ein schimmerndes Wunderwerk aus Kristall und Schnee und zieht jedes Jahr über 45.000 Besucher in seinen Bann. Die Saison beginnt Mitte Dezember und endet Mitte April.  Eine Nacht im glitzernden Palast ist sicherlich ein phantastisches Abenteuer, doch lohnt sich auch der Besuch als Tagesausflug.
Man bekommt den Mund nicht mehr zu, bei all der eisklaren Pracht, die das „Schloss“ im ewigen Eis zu bieten hat und man selbst fühlt sich schnell wie Eisprinz und -Prinzessin.



Allein die Größe ist spektakulär: Die Anlage des Eishotels hat rund 60 Räume, in denen bis zu 140 Personen übernachten können. Zudem erstaunen einen prunkvolle Empfangshalle, eine Bar mit „coolem“ Ambiente und der magische Raum der Eiskirche. Unterhaltung und Komfort bieten das Eistheater, das Restaurant "Wärdshuset" sowie eine Sauna.  Doch man kann seine Zeit auch mit der Besichtigung der kunstvoll geschnitzten Eisskulpturen. Die Drinks werden stilecht „on the rocks“ und im Eisglas serviert und trotz einer Innentemperatur von etwa –5 °C kommt hier niemals frostige Stimmung auf.
Die Außentemperaturen liegen übrigens bei zirka –30 °C, was warme Kleidung, z.B. wattierte Snowmobil-Overalls unbedingt nötig macht. Doch ein Ausflug in die weiten Schneelandschaften der schwedischen Provinz Lappland ist unbedingt sehenswert. Mit etwas Glück sieht man den Tanz der Nordlichter, ein märchenhaft romantischer und zugleich erhebender Anblick. 

Mittwoch, 9. November 2011

Winterreifen

Seit 2010 sind sie Pflicht, die Winterreifen. Wer bei Schneematsch und Glätte mit Sommerreifen erwischt wird, zahlt satte 40 Euro Strafe. Deshalb ist es nötig, sich möglichst frühzeitig um die richtige „Besohlung“ des fahrbaren Untersatzes zu kümmern, vor allem, wenn man in den Winter- oder sogar Skiurlaub fahren will. Doch aufgepasst, der Wechsel vom Sommer- zur Winterbereifung, kann sich dabei als tückisch herausstellen. 



Wem der Tausch selbst zu anstrengen oder gar zu gefährlich erscheint, lässt am besten die Profis der örtlichen Werkstatt ran.
Aber selbst die Polizei, dein Freund und Helfer, hält sich leider selbst nicht an ihren guten Rat und fährt mit sogenannten Ganzjahresreifen
Doch bei besonders heftigem Wintereinbruch hilft noch nicht einmal das Profil der Winterreifen. Wer nicht im Schnee feststecken will, muss was drauflegen, und zwar Ketten: Schneeketten, machen das Auto zwar nicht direkt tiefschneetauglich - da hätte man sich doch lieber eine Pistenraupe oder ein Snowmobil gekauft - doch helfen sie auf zugeschneiten Wegen aus dem Matsch heraus.
Wer wissen will, was man mit Reifen im Winter noch so alles anstellen kann, sollte auf sein inneres Kind hören. Denn ohne Fahrzeug sind die schwarzen Gummiringe, egal welcher Größe ein wunderbares Spielgerät. Taugen sie im Sommer zur „Affenschaukel“ am Apfelbaum, sind sie im Winter ein hervorragender Schlittenersatz. Mit extra Antrieb kommt man dabei auch ohne Hügel verdammt schnell voran…


Dienstag, 8. November 2011

Winterliche Kinohits


Die Wintertage sind kurz. Oft steht man im Dunkeln auf und sieht auf dem Heimweg von Schule, Uni oder Arbeitsplatz gerade noch die Sonne untergehen – wenn man Glück hat. Zum Ausflug in den Schnee hat man an Werktagen zumeist sowieso keine Zeit und ein Spaziergang auf Eis ist ohne Tageslicht auch sehr gefährlich.
Doch wenn man nicht zum Winter kommt, muss man den Winter eben zu sich bestellen. Zum Beispiel ins gut geheizte Wohnzimmer. Hier kann man bei einer Schüssel mit frischem Popcorn die ohnehin dunklem Scheiben verhängen und sich das winterliche Treiben gemütlich vom Sofa aus betrachten.

(WikimediaCommons, Urheber: Huber Gerhard)

Die „Evergreens“ der Winterzeit sind neben den Adventsklassikern natürlich die Filme der IceAge-Reihe. 
Das Team der Blue- Sky Studios hat nun schon drei Abenteuer der tierischen Urzeittruppe hervorgebracht (Ein vierter ist in Planung!) und jeder Teil ist ein Fest für die Lachmuskeln. Ob groß oder klein: Jeder liebt Diego, Sid und Manni, das mürrische Mammut.
Ebenfalls ein schöner Familienfilm ist der erste Teil der Chroniken von Narnia. In diesem epischen Fantasy-Abenteuer kämpfen die vier Geschwister Peter, Susan, Edmund und Lucy Pevensie gegen das Eis der Weißen Hexe, nachdem sie ihre Heimat, das England des zweiten Weltkriegs durch einen alten Wandschrank verlassen haben. 
Tierisch wild und unheimlich lustig ist die Geschichte des Zahnarzt Ted, der seine sonnige Heimat Miami verlässt um sein Erbe als Schlittenführer anzutreten. SnowDogs ist ein absolut cooler Streifen und ein winterliches Muss, nicht nur für Hundefreunde. 

Ein berauschendes Bilderlebnis ist auch dieser tierische Titel: Die Reise der Pinguine. Das Oscar prämierte Werk erzählt das beschwerliche Leben der antarktischen Kaiserpinguine und beeindruckt durch starke Impressionen und einen wunderbaren Soundtrack.



Auch für die ganz Kleinen gibt es natürlich filmische Schneegeschichten. Ein herziges Werk ist der Zeichentrickfilm vom beliebten Zoo-Elefanten aus Neustadt. BenjaminBlümchen und die Eisprinzessin  erzählt in 45 Minuten eine Geschichte von Freundschaft und Fair-Play.

Für die Großen ist hingegen dieser eiskalte Thriller genau das Richtige: Fräulein Smillas Gespürfür Schnee

Und wer etwas Unterhaltung für die Mittagspause sucht: Die Madagascar Pinguine in vorweihnachtlicher Mission.

Dienstag, 1. November 2011

Mallorca im Winter - Eine verkannte Schönheit


Als 17. deutsches Bundesland ist sie bekannt: Mallorca, die Insel mit Ballermann, bayrischen Biergärten und besoffenen Bikini-Beautys. Sogar der selbsternannte „König von Mallorca“ ist ein Deutscher. Wirklich traurig, wie der Massen-Partytourismus den Ruf der Insel verändert hat. Dabei hat Mallorca auch seine stille, ja sogar elegante Seite, die man nicht verpassen sollte.
Das Zauberwort heißt hier nämlich ganz klar: Nebensaison!
Der mallorquinische Winter ist, im Gegensatz zum deutschen, sehr mild. Die Temperaturen fallen selten unter die 15C°-Marke und ohne die glitzernde und kunterbunte Schminke des Fremdenverkehrs, kann man auch das natürliche Gesicht der Insel besser erkennen. 



„Der Himmel ist türkisblau, das Meer azurblau, die Berge sind smaragdgrün, 
und die Luft ist rein wie die des Paradieses.“
Mit diesen bildhaften Worten rühmte der Komponist Frédéric Chopin bereits im Jahr 1838 das Winterkleid der spanischen Insel.
Wer im Winter in einer Finca auf Mallorca residiert, darf sich auf fast menschenleeren Strände und viel Ruhe freuen. Mit dem Rad oder Wanderschuh ist man bestens gerüstet, die schönsten Plätz der Insel zu erkunden. In das Ferienprogramm sollten folgende Punkte unbedingt aufgenommen werden: Ein Besuch des Castell d'Alaró in der Serra de Tramuntana, sowie eine Wanderung in der Gebirgskette des Hinterlands. Auch der Besuch der Inselhauptstadt Palma samt Einkaufsbummel und gepflegtem Schlemmen in den Restaurants ist ein Muss. Wer in der Zeit zwischen Februar und März anreist, kann bei der Mandelblüte Mallorca zudem im schönsten Frühlingsputz erleben. 

 (WikimediaCommons, Urheber: Manfred Heyde)