Frohe Weihnachten an alle! Genießt die besinnlichen Stunden mit eurer Familie. Wer die Feiertage nicht im Schnee verbringt oder in den flachen Ebenen von Deutschland eher von herbstlichen Temperaturen umgeben ist, der kann jetzt nochmal schnell in Stimmung kommen:
Frohe Weihnachten!
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Freitag, 16. Dezember 2011
Eisblumen
Glitzernd kalt und wunderschön: Eisblumen.
Sie entstehen an dünnen Glasscheiben, wenn die Außentemperatur unter den Gefrierpunkt sinkt und im Raum selbst eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Dabei kühlt die warme Raumluft am Fenster ab und die Feuchtigkeit, die die Luft nun nicht mehr aufnehmen kann, „resublimiert“ an der Scheibe.
Früher war das Phänomen der Eisornamente am Schlafzimmerfenster allgemein bekannt. Doch dank des modernen Hausbaus, Mehrfachverglasung, Isolation und Heizungstechnik, ist das kristalline Gewächs eine seltene Art geworden.
Wer jedoch genau hinsieht, findet die Blumen an Flugzeugfenstern, Autos oder am Fenster des Geräteschuppens.
Noch seltener zu Gesicht bekommt man die sogenannten Meereisblumen. Diese „blühen“ nämlich vorzüglich in der Arktis und Antarktis, wenn das Meer gefriert und Wind und Wellen zarte Eispflanzen wachsen lassen.
Wer zu Haus zwar gern im Warmen wohnt, jedoch trotz moderner Fenster den Schmuck der Eisblüten nicht missen will, der könnte sich selbst an der Fertigung des feingliedrigen Ornaments setzten. Eisskulpturen erfordern kühle Temperaturen und einen Außenfensterbank. Glaskristalle oder selbst gemachte Eisblumen, sind da allerdings genügsamer.
Freitag, 9. Dezember 2011
Schlittschuhlaufen in der freien Natur
Wenn der Frost das Land bedeckt und die Seen und Flüsse zufrieren, ist es Zeit die Schlittschuhe auszupacken. Zwar ist das künstliche Eis der Eissporthallen extra glatt und für das Kunstlaufen bestens geeignet, doch hat die Schlitterpartie in der freien Natur doch das eindeutig schönere Ambiente.
Besonders eindrucksvoll ist das Schlittschuhlaufen auf dem Rideau Canal Skateway in Ottawa. Hier in der kanadischen Hauptstadt befindet sich nämlich die größte natürliche Eislaufbahn der Welt. Wenn der Kanal zur Schlittschuhlaufbahn erstarrt, bietet er Besuchern etwa 8 Kilometer frostiges Laufvergnügen. Seit 1979 wird in Ottawa zudem das Freiluftfestival Winterlude veranstaltet.
Im Februar begeistern Musik und Kunst die Besucher. Einer der Höhepunkte ist ein Eis-Skulpturenwettbewerb.
Wer zum Kurven auf dem zugefrorenen Wasser nicht gleich den Atlantik überqueren möchte, findet auch in der Bundesrepublik reichlich Auswahl an schönen Freiluft-Eisbahnen. Die größte Lauffläche bietet jedoch eindeutig das Kanalgewirr des Spreewaldes.
Die zahlreichen natürliche Wasserarme bilden nicht nur eine riesige Fläche zum Eiskunstlaufen und Hockeyspielen, man kann auf Kufen sogar größere Ausflüge unternehmen und die Ortschaften der Region „on ice“ erkunden…
Montag, 5. Dezember 2011
Das Erzgebirge: Das Wintermärchen von Schwibbögen, Schlitten und Schnee.
Als es die DDR noch gab, konnte man im Erzgebirge noch die mysteriösen „geflügelten Jahresendfiguren“ erstehen. Heutzutage stehen neben den traditionellen Räuchermännchen und Schwibbogen dann doch auch gewöhnliche „Weihnachtsengel“ in der Auslage, die man nun auch am Namen als solche erkennen kann. Doch die Holzkunst ist nicht der einzige Grund, der das Erzgebirge zur Advents- und Winterzeit bei Reisenden besonders beliebt macht.
(Wikimedia Commons, Urheber: Devilsanddust)
Schon die Anreise mit der Erzgebirgsbahn ist bei Schnee ein echtes Erlebnis. Wer gleich der Dampflock lieber selber schnauben will, ist mit den gut präparierten Pisten und zahlreichen gespurten Loipen gut bedient. Auch ein Spaziergang in glitzernder Flockenpracht lässt Wanderherzen höher schlagen, doch die beste Fortbewegungsart ist im Winter immer noch der Schlitten. Die Fahrt auf den Kufen kann man entweder ganz klassisch auf der Rodelstreck erleben als Spaß für die ganze Familie oder man beschreitet neue Pfade. Und ähnlich wie im Erzgebirge Ferienwohnungen zu für einen gemütlichen Winterurlaub zu finden sind, ist es nicht schwer einen Pferdeschlitten für ein romantische Erlebnis zu entdecken:
Dem leisen Tritt der Hufe lauschend, geht es warm eingepackt durch den märchenhaften Winterwald. So eine winterliche Schlittenfahrt ist ein perfekter Zeitpunkt für Liebesschwüre, Heiratsanträge und heimlich Küsse, oder nicht?
Sportlicher hingegen ist ein Ausflug mit einem Hundeschlitten.
Wer die munteren Gespanne sonst nur aus Arktis-Dokumentarfilmen kennt, wird sich wundern, wenn er das erste Mal mit einem Husky-Trupp durch den heimischen Winterwald saust. Ausflüge und Kurse bringen einem die Welt dieses außergewöhnlichen Sports näher.
Im Winter kriegt man im Erzgebirge noch richtig was geboten!
Donnerstag, 24. November 2011
Skihallen: Schnee das ganze Jahr hindurch
Als typischen Hallensport würde man Ski und Snowboard fahren sicher nicht bezeichnen. Doch in einer Welt in der es Klimaanlagen schaffen, dass man sich auch bei sonnigen 35°C im Schatten im frostigen Zug des Ventilators einen Schnupfen holt, ist auch das Skifahren überall und zu jeder Zeit möglich.
Die Rede ist natürlich von sogenannten Skihallen. Diese schlauchartigen Hallenkomplexe stehen meist dort, wo Wintersport in freier Natur kaum möglich ist. Denn fällt auch zum Beispiel in Neuss, Bottrop, Wittenburg, Bispingen und Senftenberg im Winter mit etwas Glück Schnee, fehlen dann aber doch die nötigen Berge um anständige Abfahrten zu wagen.
Wer fürchtet sich in einer Halle „beengt“ und eingesperrt zu fühlen, der hat sie noch nicht erlebt. Die längste Indoor-Abfahrt der Welt misst mittlerweile stolze 640 Meter. Zugegeben, das ist noch kein Vergleich zum weiten Spielplatz der Berge, doch haben die Hallen den Vorteil der ganzjährigen Schneesicherheit und der Nähe. Denn während einen Fahrt in die Alpen aus bestimmten Regionen viele Kilometer und die Übernachtung im Skigebiet einiges an Geld verschlingt, ist die Anfahrt zu nächsten Halle relativ erschwinglich.
Dabei rauschen nicht nur Amateure die Pisten hinab, auch internationale Wettbewerbe werden mittlerweile in den Hallen ausgetragen.
Dienstag, 15. November 2011
Das Eishotel: Zu Gast bei der Schneekönigin.
"Wohin reiste die Schneekönigin? Wisst ihr etwas davon?"
"Sie reiste wahrscheinlich nach Lappland, denn dort ist immer Schnee und Eis! Frage das Rentier, welches am Strick angebunden steht…
Wer sich, wie die kleine Gerda aus Hans-Christians Andersens bekannten Märchen auf die Suche nach dem Schloss der Schneekönigin macht, wird sicher in Lappland fündig.
In der schwedischen Stadt Jukkasjärvi, circa 200 km nördlich des Polarkreises steht nämlich das älteste Eishotel der Welt.
Die Anlage ist ein schimmerndes Wunderwerk aus Kristall und Schnee und zieht jedes Jahr über 45.000 Besucher in seinen Bann. Die Saison beginnt Mitte Dezember und endet Mitte April. Eine Nacht im glitzernden Palast ist sicherlich ein phantastisches Abenteuer, doch lohnt sich auch der Besuch als Tagesausflug.
Man bekommt den Mund nicht mehr zu, bei all der eisklaren Pracht, die das „Schloss“ im ewigen Eis zu bieten hat und man selbst fühlt sich schnell wie Eisprinz und -Prinzessin.
Allein die Größe ist spektakulär: Die Anlage des Eishotels hat rund 60 Räume, in denen bis zu 140 Personen übernachten können. Zudem erstaunen einen prunkvolle Empfangshalle, eine Bar mit „coolem“ Ambiente und der magische Raum der Eiskirche. Unterhaltung und Komfort bieten das Eistheater, das Restaurant "Wärdshuset" sowie eine Sauna. Doch man kann seine Zeit auch mit der Besichtigung der kunstvoll geschnitzten Eisskulpturen. Die Drinks werden stilecht „on the rocks“ und im Eisglas serviert und trotz einer Innentemperatur von etwa –5 °C kommt hier niemals frostige Stimmung auf.
Die Außentemperaturen liegen übrigens bei zirka –30 °C, was warme Kleidung, z.B. wattierte Snowmobil-Overalls unbedingt nötig macht. Doch ein Ausflug in die weiten Schneelandschaften der schwedischen Provinz Lappland ist unbedingt sehenswert. Mit etwas Glück sieht man den Tanz der Nordlichter, ein märchenhaft romantischer und zugleich erhebender Anblick.
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