Freitag, 2. März 2012

Zu Hause im Schnee oder: Wann wird´s mal wieder richtig Winter?


Wer bei nasskaltem Nieselwetter dröge an der Fensterbank lehnt und in Gedanken den alten Schlagertext von Rudi Carrel umdichtet, wünscht sich nichts sehnlicher als eine echte Eiszeit. Was nutzt die Wunschvorstellung von unschuldig weißer Winterpracht, wenn die Wirklichkeit mit graubraunen Schneematsch und grippekalten Temperaturen daherkommt? Wohin, wenn beim Blick durch die regenfeuchte Schreibe nur deprimierendes Novemberwetter jeden einzelnen Januartag in eine Farce des ersehnten Winterwunderlands der Kinderzeit verwandelt?



Wohin mit den Beschwerden über mangelnden Schnee und der Frage nach dem nächsten Wintereinbruch? Wo sind die Winter der guten alten Zeit?
Fündig wird man zum Beispiel in der eigenen Erinnerung. Wer also im grauen Winteralltag eine Portion Winternostalgie sucht, könnte im Familienalbum blättern und die schönsten Winter-Schnappschüsse der eigenen Vergangenheit hervorkramen. Entweder verströmt der Anblick des eigenen mützenverpackten Kindergesichts seine wärmende Wirkung sofort oder man hängt das Foto in die Wohnung um die heilsame Nostalgiekur zu verlängern.



Auch Bastelarbeit vertreibt die Mieswetterdepression. Nachdem die traditionelle Adventsbeleuchtung im neuen Jahr ihre Berechtigung verloren hat, ist ein bisschen Kunstschnee durchaus erlaubt. Frisches Weiß wirkt winterliche Wunder: Als Decke auf dem Küchentisch, schneeweiße Daunenpracht als Kissen oder gar neue Wandfarbe bringen Glanz in die Bude. Auch ein frostig glänzenden Tannenstrauß (echt oder nicht, was spielt das für eine Rolle…) und eine selbstgebaute Eislaterne geben dem Heim einen gemütlich-winterlichen Touch.  Gläserne Schneeflocken zaubern ein kristallines Licht in die Fenster und sogar Sprühschnee oder die selbstgestalteten Schneekugeln darf als Stimmungsretter verwendet werden. Einfach so eine Schneekanone in den eigenen Garten zu stellen, geht dann (klimatechnisch) doch zu weit…

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen