Glitzernd kalt und wunderschön: Eisblumen.
Sie entstehen an dünnen Glasscheiben, wenn die Außentemperatur unter den Gefrierpunkt sinkt und im Raum selbst eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Dabei kühlt die warme Raumluft am Fenster ab und die Feuchtigkeit, die die Luft nun nicht mehr aufnehmen kann, „resublimiert“ an der Scheibe.
Früher war das Phänomen der Eisornamente am Schlafzimmerfenster allgemein bekannt. Doch dank des modernen Hausbaus, Mehrfachverglasung, Isolation und Heizungstechnik, ist das kristalline Gewächs eine seltene Art geworden.
Wer jedoch genau hinsieht, findet die Blumen an Flugzeugfenstern, Autos oder am Fenster des Geräteschuppens.
Noch seltener zu Gesicht bekommt man die sogenannten Meereisblumen. Diese „blühen“ nämlich vorzüglich in der Arktis und Antarktis, wenn das Meer gefriert und Wind und Wellen zarte Eispflanzen wachsen lassen.
Wer zu Haus zwar gern im Warmen wohnt, jedoch trotz moderner Fenster den Schmuck der Eisblüten nicht missen will, der könnte sich selbst an der Fertigung des feingliedrigen Ornaments setzten. Eisskulpturen erfordern kühle Temperaturen und einen Außenfensterbank. Glaskristalle oder selbst gemachte Eisblumen, sind da allerdings genügsamer.
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